# Homepage erstellen lassen: So wählen Sie den passenden Anbieter

> Homepage erstellen lassen: Freelancer, Agentur oder Abo? Mit Kriterien für die Anbieterwahl, einer Briefing-Vorlage zum Ausfüllen, dem Ablauf in sechs Schritten und einer Abnahme-Checkliste vor der Freigabe.

- Quelle: https://bezahlbare-webseite.de/ratgeber/homepage-erstellen-lassen/
- Datum: 2026-10-25
- Sprache: de
- Thema: Preise & Abo-Modell

Wer eine Homepage erstellen lassen will, hat 2026 vier Wege: einen Freelancer, eine Agentur, ein betreutes Website-Abo oder einen Dienstleister, der einen Baukasten für Sie befüllt. Der Preis unterscheidet sich, aber nach unserer Erfahrung aus Erstgesprächen hakt es seltener am Preis als an drei anderen Dingen: unklarem Umfang, fehlenden Inhalten und der offenen Frage, wer nach dem Start zuständig ist. Dieser Artikel hilft bei der Auswahl, gibt Ihnen eine Briefing-Vorlage, die Sie direkt ausfüllen können, und eine Prüfliste für die Freigabe. Was eine Homepage kostet, steht ausführlich in einem eigenen Artikel.

## Wer kann mir eine professionelle Homepage erstellen?

Vorab ein Begriff: „Homepage“ meinte früher nur die Startseite, heute wird das Wort für die ganze Website verwendet. Wenn Sie eine Homepage erstellen lassen, geht es also um Startseite, Leistungsseiten, Kontakt und Rechtstexte; welche Seiten genau, muss im Angebot stehen, aus dem Wort folgt kein Umfang. Vier Anbieter-Typen kommen in Frage. Die Tabelle sortiert sie nicht nach Qualität, sondern danach, wie die Zusammenarbeit läuft und wer sich nach dem Start kümmert.

*Vier Wege, eine Homepage erstellen zu lassen*

| Anbieter-Typ | Typischer Ablauf | Ihr Eigenaufwand | Zuständig nach dem Start |
| --- | --- | --- | --- |
| Freelancer | Festpreis oder Stunden, direkte Zusammenarbeit mit einer Person | Inhalte liefern, Entscheidungen zügig treffen | Pflegeumfang vereinbaren, separat oder im Vertrag; Vertretung bei Urlaub und Krankheit klären |
| Agentur | Projektleitung und beteiligte Fachleute benennen lassen; oft mit Konzeptphase | Abstimmungstermine, Freigaben | Wartungsvertrag; Reaktionszeiten erfragen |
| Website-Abo | Erstellung und Betrieb in einem Monatspreis, standardisierter Ablauf | Inhalte liefern | Der Abo-Anbieter; ob Hosting, Updates und Änderungen enthalten sind, je Paket prüfen |
| Baukasten-Dienstleister | Richtet Wix, Jimdo oder IONOS für Sie ein | Tarif selbst buchen, später selbst pflegen | Sie selbst, mit Support des Baukasten-Anbieters |

Unsere Einschätzung dazu, offen als Meinung eines Abo-Anbieters: Der Freelancer ist die persönlichste Variante und trägt das Risiko einer einzelnen Person; prüfen Sie, ob er alle Arbeiten abdeckt, die Sie brauchen. Die Agentur bringt Struktur und lohnt sich, wenn wirklich eine Konzeptphase ansteht. Das Abo nimmt Ihnen den Betrieb ab und bindet Sie dafür an einen Vertrag. Der Baukasten-Dienstleister passt, wenn Sie später wirklich selbst pflegen wollen.

## Welcher Website-Anbieter passt zu meinem Unternehmen?

Die Entscheidung hängt an sieben Kriterien. Gehen Sie sie ehrlich durch, nicht wie Sie gern wären, sondern wie Ihr Betrieb tatsächlich arbeitet.

- Feste Kontaktperson: Haben Sie eine Person, die Ihr Projekt kennt, oder landen Sie im Ticketsystem?
- Vertretung: Was passiert, wenn diese Person drei Wochen ausfällt? Beim Freelancer die wichtigste Frage.
- Referenzen: Gibt es Websites in Ihrer Branche oder Größe, die Sie anklicken können? Fragen Sie nach einer, die älter als zwei Jahre ist, und schauen Sie, ob sie noch gepflegt wird.
- Inhalte: Liefern Sie Texte und Fotos selbst, oder soll der Anbieter das übernehmen? Beides muss als Arbeit mit Preis im Angebot stehen.
- Änderungsbedarf: Wie oft ändert sich bei Ihnen etwas? Monatlich neue Angebote brauchen einen anderen Vertrag als eine Website, die drei Jahre so bleibt.
- Betreuung: Wer macht Updates, Sicherheit, Backups? Zu welchem Preis, mit welcher Reaktionszeit?
- Ausstieg: Was bekommen Sie bei Kündigung, und was kostet ein Wechsel?

Zwei typische Situationen aus unseren Erstgesprächen: Ein Handwerksbetrieb mit drei Mitarbeitern, bei dem niemand Zeit für die Website hat, braucht jemanden, der sich dauerhaft kümmert, egal ob Abo oder Freelancer mit Pflegevertrag. Eine Beraterin, die gern schreibt und monatlich einen Beitrag veröffentlichen will, braucht ein System, das sie selbst bedienen kann, und jemanden nur für die Technik. Beide bekommen bei uns eine andere Empfehlung.

## Woran erkenne ich ein vollständiges Angebot für meine Homepage?

Ein Angebot ist vollständig, wenn Sie daraus ohne Rückfrage ablesen können, was Sie bekommen, was Sie liefern müssen, was es insgesamt kostet und was nach dem Start passiert. Diese sechs Punkte müssen drinstehen:

- Umfang: Anzahl der Seiten, welche Seiten, welche Funktionen (Kontaktformular, Terminbuchung, Galerie, Blog).
- Korrekturen: Wie viele Korrekturrunden sind enthalten, und was kostet eine weitere?
- Inhalte: Wer liefert Texte, Fotos, Logo? Bis wann? Was passiert, wenn sie fehlen?
- Nutzungsrechte: Gehören Design, Texte und Bilder nach Bezahlung Ihnen? Welche Lizenzen laufen auf wessen Namen?
- Zuständigkeiten nach dem Start: Hosting, Domain, Updates, Backups, Änderungen, jeweils mit Preis und Reaktionszeit.
- Abnahme: Wann gilt die Website als fertig und bezahlt? Nach welcher Prüfung?

Zum Budget nur so viel: Freelancer nennen 2026 für fünf bis zehn Seiten 1.000 bis 2.000 Euro, ein Berliner Studio für fünf bis zwölf Unterseiten 4.000 bis 12.000 Euro netto, Website-Abos beginnen bei 39 bis 49 Euro netto im Monat, unseres bei 79 Euro. Die Herleitung dieser Zahlen, Baukasten-Tarife und eine Rechnung über drei Jahre stehen im Artikel „Was kostet eine Website 2026?“. Hier geht es um das Angebot als Dokument: Wenn der Preis stimmt, aber mehrere dieser Punkte fehlen, lassen Sie das Angebot ergänzen, bevor Sie vergleichen.

## Welche Informationen braucht ein Webdesigner von mir?

Je besser Ihr Briefing, desto vergleichbarer die Angebote und desto kürzer das Projekt. Die folgende Vorlage reicht für die Anfrage bei jedem Anbieter. Kopieren Sie sie in eine E-Mail und füllen Sie die Klammern aus. Die Beispiele sind erfunden und zeigen nur, wie konkret die Angabe sein sollte.

*Briefing-Vorlage für die Anfrage*

| Punkt | Ihre Angabe (Beispiel) |
| --- | --- |
| Unternehmen und Standort | [Malerbetrieb Muster, Berlin-Pankow, Teamgröße] |
| Ziel der Website | [Anfragen für Wohnungsrenovierungen; Bewerber ansprechen] |
| Zielgruppe | [Privatkunden in Pankow und Weißensee; Hausverwaltungen] |
| Leistungen, die auf die Website sollen | [Innenanstrich, Fassade, Tapezieren, Bodenbeläge] |
| Gewünschter Kontaktweg | [Telefon und Kontaktformular; WhatsApp gewünscht?] |
| Vorhandenes Material | [Logo als PDF, Baustellenfotos vom Handy, noch keine Texte] |
| Funktionen | [Galerie, Bewertungen einbinden, kein Shop] |
| Bestehende Website / Domain | [bisherige Adresse, bisheriger Anbieter, soll umziehen] |
| Verantwortlich im Betrieb | [Inhaber; an welchen Tagen und Uhrzeiten erreichbar] |
| Wunschtermin | [konkretes Datum, z. B. vor der Frühjahrssaison] |
| Budgetrahmen | [Betrag einmalig oder monatlich; netto oder brutto] |

Der letzte Punkt ist unbequem, aber nützlich: Wer sein Budget nennt, bekommt einen Vorschlag, der dazu passt, statt einer Spanne, mit der niemand etwas anfangen kann. Prüfen Sie dann, welche Leistungen für den Betrag benannt sind und welche Wünsche dafür wegfallen; daran erkennen Sie, ob der Anbieter mit Ihrem Budget gearbeitet oder es nur ausgefüllt hat.

## Wie läuft es ab, wenn ich eine Website erstellen lasse?

Unabhängig vom Anbieter-Typ hat ein Website-Projekt sechs Schritte. In Klammern steht, was Sie jeweils beitragen müssen, denn daran hängt die Dauer.

- Erstgespräch und Angebot (Sie: Briefing schicken, Fragen beantworten). Ergebnis: schriftliches Angebot mit den sechs Punkten von oben.
- Inhalte sammeln (Sie: Texte, Logo, Fotos, Rechtstexte oder Freigabe für deren Erstellung). Vereinbaren Sie hier Verantwortliche und Termine; ohne das wird aus dem Schritt eine Wartezeit.
- Struktur und Entwurf (Sie: Entwurf prüfen, Rückmeldungen gesammelt geben). Achten Sie auf die im Angebot enthaltenen Korrekturrunden.
- Umsetzung (Sie: erreichbar sein für Rückfragen). Der Anbieter baut alle Seiten, Formular, Rechtstexte, Suchmaschinen-Grundlagen.
- Prüfung und Abnahme (Sie: Checkliste unten durchgehen, Freigabe schriftlich). Vereinbaren Sie, dass der Livegang erst nach der Freigabe erfolgt.
- Start und Übergabe (Sie: Zugangsdaten sicher ablegen). Domain umstellen, alte Adressen weiterleiten, Einweisung; ab wann laufende Gebühren beginnen, regelt der Vertrag.

Bei uns sind Websites mit Standardumfang üblicherweise in fünf bis zehn Werktagen online, gerechnet ab dem Tag, an dem Schritt 2 abgeschlossen ist. Fragen Sie jeden Anbieter, ab wann seine Frist zählt. Kommen die Inhalte in Etappen, vereinbaren Sie einen gestaffelten Plan; nach der letzten Lieferung ist meist noch Arbeit nötig, der Termin verschiebt sich also nicht eins zu eins, sondern etwas mehr.

## Was muss ich vor der Freigabe meiner Homepage prüfen?

Die Abnahme ist der Moment, in dem Sie noch Verhandlungsmacht haben. Prüfen Sie die Website vor der Freigabe mit dieser Tabelle, am besten auf Ihrem eigenen Smartphone, nicht am Bildschirm des Anbieters.

*Abnahme-Checkliste vor der Freigabe*

| Prüfung | Erwartetes Ergebnis | Wer prüft |
| --- | --- | --- |
| Mobilansicht | Alle Seiten auf dem Smartphone lesbar, Buttons tippbar, keine abgeschnittenen Texte | Sie, auf dem eigenen Handy |
| Kontaktformular | Testnachricht kommt in Ihrem Postfach an, nicht im Spam; Bestätigung für den Absender | Sie senden, Anbieter dokumentiert |
| Telefonnummer und Adresse | Klickbar auf dem Handy, überall identisch, stimmt mit Google-Unternehmensprofil überein | Sie |
| Inhalte | Alle vereinbarten Seiten vorhanden, keine Platzhaltertexte, Rechtschreibung geprüft | Sie und Anbieter |
| Rechtstexte | Impressum und Datenschutzerklärung auf Ihr Unternehmen angepasst; ob eine Einwilligungslösung für Cookies nötig ist, geprüft | Anbieter liefert, Sie prüfen Firmendaten |
| Ladezeit | PageSpeed-Insights-Bericht für die Startseite liegt vor, Werte wie vereinbart; zusätzlich auf dem eigenen Handy im Mobilfunknetz getestet | Anbieter zeigt Ergebnis |
| Vereinbarte Funktionen | Terminbuchung, Galerie, Bewertungen funktionieren mit echten Daten | Sie testen durch |
| Alte Adressen | Bei Relaunch: Alte URLs leiten auf die neuen Seiten weiter | Anbieter zeigt Liste |
| Zugänge | Sie haben Zugangsdaten zu Domain, Hosting und Website erhalten und ausprobiert | Sie |

Der Punkt, den wir am dringendsten ans Herz legen, ist das Kontaktformular. Es sieht fertig aus, aber ob die Nachrichten ankommen oder im Spam landen, sieht man ihm nicht an; auffallen tut das erst, wenn jemand fragt, warum Sie nicht antworten. Senden Sie selbst eine Testnachricht, prüfen Sie den Posteingang samt Spamordner, notieren Sie Sendezeit und Empfang, und wiederholen Sie das nach jeder Änderung am Formular oder am E-Mail-Empfang.

## Was passiert nach dem Start oder bei einem Anbieterwechsel?

Nach dem Start beginnt der Teil, der über Jahre Geld und Nerven kostet: Änderungen, Pflege, Erreichbarkeit. Klären Sie vor Vertragsschluss, was eine „Änderung“ ist. Neue Öffnungszeiten oder ein getauschtes Teamfoto sind Kleinarbeiten; bei uns sind sie je nach Paket enthalten. Eine neue Leistungsseite mit Text, Fotos und Verlinkung ist ein kleiner Auftrag. Seriöse Anbieter ziehen diese Grenze schriftlich, bevor Sie unterschreiben.

Ein Beispiel aus unserem Alltag, anonymisiert: Ein Kunde wollte vor der Saison ein zeitlich begrenztes Angebot auf der Startseite, mit Bild, Preis und Ablaufdatum. Das war nach einer E-Mail am nächsten Werktag online und vom Paket gedeckt. Zwei Monate später wollte derselbe Kunde eine neue Leistungsseite mit sechs Fotos und Text, den wir schreiben sollten. Das war ein Zusatzauftrag, mit Angebot vorab, und der Kunde wusste es, weil die Grenze im Vertrag stand. Beides ist normal; unangenehm wird es nur, wenn die Grenze erst auf der Rechnung sichtbar wird.

Beim Anbieterwechsel brauchen Sie vier Dinge: die Kontrolle über die Domain, alle Website-Dateien, bei Systemen wie WordPress den Datenbank-Export, und die Lizenzen kostenpflichtiger Bausteine. Fragen Sie vor Vertragsschluss, ob Sie das bei Kündigung bekommen, in welcher Frist und zu welchem Preis. Beim Abo zusätzlich: Was passiert mit der Website nach der Mindestlaufzeit, geht sie an Sie über oder endet sie mit dem Vertrag? Beides gibt es am Markt; wichtig ist, dass Sie es vorher wissen.

## Häufige Fragen vor der Beauftragung

### Ist mit „Homepage“ die Startseite oder die ganze Website gemeint?

Im heutigen Sprachgebrauch die ganze Website. Wenn Sie eine Homepage erstellen lassen, bekommen Sie Startseite, Unterseiten, Kontakt und Rechtstexte. Klären Sie im Angebot trotzdem die Anzahl der Seiten, damit kein Missverständnis entsteht.

### Freelancer oder Agentur: Was passt zu einem kleinen Betrieb?

Für fünf bis zehn Seiten ohne Sonderfunktionen reicht ein Freelancer oder ein Website-Abo. Eine Agentur lohnt sich bei größeren Projekten mit Konzeptphase, mehreren Standorten oder Shop. Entscheidend ist weniger der Typ als die Frage, wer nach dem Start zuständig ist und wie die Vertretung geregelt ist.

### Muss ich Texte und Fotos selbst liefern?

Nein, aber es verändert Preis und Dauer deutlich. Wenn der Anbieter schreibt oder einen Fotografen organisiert, muss das im Angebot als Leistung mit Preis stehen. Wir bevorzugen echte Fotos Ihrer Arbeit gegenüber Stockbildern, auch wenn sie vom Handy kommen; Eignung und Rechte an den Bildern klären Sie mit dem Anbieter.

### Wie viel muss ich während des Projekts mitarbeiten?

Vier Dinge brauchen Sie: Briefing ausfüllen, Inhalte zusammenstellen, Entwürfe freigeben, Abnahme durchgehen. Benennen Sie eine Person im Betrieb dafür und vereinbaren Sie Rückmeldetermine. Projekte, bei denen das erledigt ist, laufen bei uns in den genannten fünf bis zehn Werktagen; Projekte, bei denen es nebenbei passiert, dauern so lange wie das Nebenbei.

### Wer verwaltet Domain und Zugangsdaten?

Die Domain sollte auf Ihren Namen laufen oder Ihnen vertraglich zustehen, auch wenn der Anbieter sie technisch verwaltet. Lassen Sie sich alle Zugangsdaten bei der Übergabe aushändigen und legen Sie sie sicher ab. Ohne Domain-Kontrolle sind Sie beim Wechsel erpressbar.

### Was passiert, wenn ich später den Anbieter wechseln will?

Sie brauchen Domain, Dateien, gegebenenfalls Datenbank und Lizenzen. Das sollte im Vertrag stehen, mit Frist. Den Umzug berechnet der neue Anbieter; lassen Sie sich Umfang und Preis vorab anbieten. Beim Abo klären Sie zusätzlich, ob die Website nach der Laufzeit an Sie übergeht.

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