Volle Auftragsbücher heute bedeuten nicht volle Auftragsbücher nächstes Jahr. Wer als Handwerksbetrieb neue Kunden nur über Empfehlungen gewinnt, hängt vom Zufall ab — und die nächste Generation sucht ihren Elektriker, Dachdecker oder Sanitärbetrieb längst bei Google. Dieser Guide zeigt, was eine Handwerker-Website wirklich braucht, was sie kosten darf und welche Fehler Sie sich sparen können.
Empfehlungen bleiben die beste Werbung im Handwerk — aber sie haben sich verändert. Früher fragte man den Nachbarn, heute googelt man den empfohlenen Betrieb, bevor man anruft. Findet der Interessent dann keine Website oder eine Seite von 2012 mit verpixeltem Logo, wandert er zum nächsten Treffer weiter. Die Empfehlung war umsonst.
Dazu kommt: Bei dringenden Anliegen — Rohrbruch, Heizungsausfall, Sturmschaden — wird nicht empfohlen, sondern gesucht. „Sanitär Notdienst" plus Stadtname, vom Handy, oft abends. Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Kunden schlicht nicht.
Eine gute Handwerker-Website ist kein digitales Prospekt, sondern ein Anfragen-Werkzeug. Der bewährte Aufbau:
„Qualität, Zuverlässigkeit, Kundenzufriedenheit" — diese Wörter stehen auf zehntausenden Handwerker-Websites und sagen nichts. Was Interessenten wirklich wissen wollen: Machen Sie genau mein Problem? In meinem Ort? Wie schnell? Und wirken Sie vertrauenswürdig?
Schreiben Sie deshalb konkret: „Badsanierung in Dortmund und Umgebung — von der Planung bis zur fertigen Dusche, meist in 2 bis 3 Wochen." Nennen Sie Ihr Einsatzgebiet mit Ortsnamen, zeigen Sie echte Projekte mit Eckdaten und beantworten Sie die Fragen, die am Telefon ohnehin immer kommen. Das überzeugt Kunden — und genau diese konkreten Texte sind es auch, die Google bei lokalen Suchen belohnt.
Die schönste Website nützt nichts, wenn sie niemand findet. Für Handwerker zählt vor allem die lokale Suche — und da haben Sie zwei Hebel. Erstens das kostenlose Google Business Profil: vollständig ausfüllen, richtige Kategorie wählen, regelmäßig Baustellenfotos hochladen und nach jedem Auftrag aktiv um eine Bewertung bitten. Ein Betrieb mit 50 guten Bewertungen gewinnt gegen den mit drei — fast immer.
Zweitens die Website selbst: eine Seite pro Leistung, Ortsnamen natürlich im Text, schnelle Ladezeit, fehlerfreie Darstellung auf dem Smartphone. Über 60 Prozent der lokalen Suchen kommen vom Handy. Realistischer Zeitrahmen: Das Business-Profil wirkt oft nach 4 bis 8 Wochen, die Website-Rankings brauchen 3 bis 6 Monate. Wer Ihnen Platz 1 in vier Wochen garantiert, will nur Ihr Geld.
Es gibt drei Wege, jeder mit ehrlichen Vor- und Nachteilen. Der Baukasten (Wix, Jimdo & Co.) kostet 10 bis 40 Euro im Monat — aber Sie machen alles selbst: Texte, Bilder, Technik, Rechtstexte. Die meisten Betriebe haben dafür weder Zeit noch Lust, und man sieht es den Ergebnissen an.
Die klassische Agentur baut einmalig für 3.000 bis 8.000 Euro. Danach sind Sie für Pflege, Updates und Sicherheit selbst verantwortlich — oder zahlen Wartung extra. Viele dieser Websites veralten still vor sich hin, weil sich niemand kümmert.
Das Abo-Modell verteilt die Kosten: Erstellung, Hosting, Pflege, Updates und Anpassungen stecken in einer Monatsrate — bei uns ab 79 Euro (Starter) bis 299 Euro (Premium) im Monat. Für Betriebe ohne eigene IT ist das oft der pragmatischste Weg: Sie arbeiten auf der Baustelle, jemand anderes hält die Website aktuell. Rechnen Sie nüchtern: Bringt die Website auch nur einen zusätzlichen Auftrag im Monat, hat sie sich bei den meisten Gewerken bereits bezahlt.
Diese Fehler sehen wir immer wieder — und jeder einzelne kostet Anfragen:
Individuelles Webdesign, Hosting in Deutschland, Wartung und persönlicher Support in einer monatlichen Pauschale.
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