Eine professionelle Website vom Webdesigner kostet schnell mehrere tausend Euro — Geld, das viele kleine Unternehmen lieber im Betrieb lassen würden. Das Miet-Modell verspricht den Ausweg: keine hohe Anfangsinvestition, dafür ein fester Monatsbetrag. Doch was ist am Ende wirklich günstiger? Und wem gehört die Website eigentlich? Dieser Ratgeber rechnet beide Modelle ehrlich durch.

Beim Miet-Modell — in der Branche auch „Website as a Service" (WaaS) genannt — zahlen Sie keine große Einmalsumme, sondern einen festen Monatsbeitrag. Dafür übernimmt der Anbieter das komplette Paket: Konzeption, Design, Texte, Hosting, SSL-Zertifikat, Sicherheitsupdates, Backups und laufende Inhaltsänderungen. Sie melden Änderungswünsche, der Anbieter setzt sie um.
Die Preisspannen am Markt 2026: Budget-Anbieter auf Baukasten-Basis starten bei etwa 19 bis 39 Euro monatlich — dafür gibt es meist nur Templates ohne echte Betreuung. Individuelle Agentur-Abos liegen zwischen etwa 59 und 149 Euro, Premium-Pakete mit vollem Service zwischen 199 und 499 Euro im Monat. Manche Anbieter verlangen zusätzlich eine einmalige Einrichtungsgebühr.
Beim Kauf beauftragen Sie eine Agentur oder einen Freelancer mit einem einmaligen Projekt. Eine kleine Firmenwebsite mit fünf bis acht Seiten kostet 2026 realistisch zwischen 3.000 und 8.000 Euro, mittelgroße Projekte mit 10 bis 20 Seiten liegen bei 8.000 bis 15.000 Euro. Nach der Abnahme gehört die Website Ihnen — inklusive aller Dateien.
Was in der Rechnung oft fehlt: die laufenden Kosten. Hosting (10 bis 50 Euro monatlich), Wartungsvertrag (50 bis 200 Euro monatlich) und Inhaltsänderungen, die meist stundenweise mit 89 bis 150 Euro abgerechnet werden. Wer den Wartungsvertrag weglässt, spart kurzfristig — betreibt aber nach zwei, drei Jahren Software mit bekannten Sicherheitslücken. Was dann passiert, haben wir im Ratgeber zur Website-Wartung beschrieben.
Der ehrliche Vergleich funktioniert nur über die Gesamtlaufzeit. Beispielrechnung für eine Standard-Firmenwebsite mit rund zehn Seiten, ohne Shop:
Die wichtigste Frage beim Miet-Modell ist nicht der Preis, sondern das Eigentum. Drei Dinge sollten Sie sauber trennen: Die Domain muss auf Sie als Inhaber registriert sein — immer, egal bei welchem Modell. Wer die Domain dem Anbieter überlässt, macht sich erpressbar. Ihre Inhalte (Texte, Fotos, Logo) gehören ohnehin Ihnen.
Beim Design und der Technik ist es Verhandlungssache: Bei den meisten Miet-Modellen bleibt die technische Umsetzung Eigentum des Anbieters — Sie zahlen für die Nutzung, nicht für den Code. Das ist per se nicht unseriös, es muss nur transparent im Vertrag stehen. Seriöse Anbieter regeln schriftlich, was bei Kündigung passiert: Domain-Freigabe, Herausgabe der Inhalte und eine faire Übergangsfrist.
Mieten passt, wenn Sie eine professionelle Standard-Firmenwebsite brauchen und keine 5.000 bis 10.000 Euro vorab binden wollen: Gründer, Handwerksbetriebe, Praxen, Dienstleister. Der Monatsbeitrag ist als Betriebsausgabe planbar, und es gibt keinen Zustand, in dem sich niemand um die Technik kümmert. Genau auf dieses Modell haben wir unser Angebot aufgebaut: ab 79 € im Monat inklusive Erstellung, Hosting, Wartung und Änderungen.
Kaufen lohnt sich, wenn Sie sehr spezielle Anforderungen haben — komplexe Individual-Entwicklung, eigene Schnittstellen, ein großes Portal — oder wenn Sie intern jemanden haben, der Wartung und Pflege dauerhaft und zuverlässig übernimmt. Auch wer maximale Unabhängigkeit will und die Folgekosten bewusst einkalkuliert, fährt mit dem Kauf gut. Für die typische Firmenwebsite eines kleinen Unternehmens ist das aber selten der wirtschaftlichere Weg.
Das Miet-Modell ist nur so gut wie sein Vertrag. Diese Punkte sollten Sie vor der Unterschrift prüfen:
Individuelles Webdesign, Hosting in Deutschland, Wartung und persönlicher Support in einer monatlichen Pauschale.
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