Ratgeber · 2026-09-26

Der Website-Jahres-Check: 12 Punkte für Januar

Eine Website altert leise: Preise ändern sich, Teamfotos fehlen, Plugins laufen weiter und bei Google sieht niemand nach. Ein Jahres-Check im Januar verhindert, dass aus kleinen Lücken verlorene Anfragen, rechtliche Risiken oder Sicherheitsprobleme werden.

Editoriale Illustration eines Website-Jahreschecks mit Kalender, Checkliste, Dashboard und Sicherheitssymbol

Warum sollte man die Website einmal pro Jahr prüfen?

Viele kleine Unternehmen behandeln die Website wie eine gedruckte Broschüre: einmal erstellen, danach nur ansehen, wenn etwas kaputt ist. Online funktioniert das nicht. Google crawlt Inhalte neu, rechtliche Pflichten ändern sich, Browser warnen vor technischen Fehlern und Kunden vergleichen in Sekunden, ob eine Firma aktuell wirkt.

Ein Jahres-Check ist kein Relaunch. Es geht um eine feste, überschaubare Wartungsrunde: Inhalte prüfen, Kontaktwege testen, Sicherheit aktualisieren und die wichtigsten Zahlen ansehen. Wer im Januar 60 bis 120 Minuten investiert, findet oft die Dinge, die sonst erst nach einer Beschwerde auffallen. In betreuten Website-Abos lässt sich dieser Check regelmäßig einplanen, statt jedes Jahr neu daran zu denken.

Welche Inhalte müssen im Januar aktualisiert werden?

Starten Sie mit allem, was ein Kunde sofort bemerkt: Öffnungszeiten, Urlaubszeiten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Preise, Leistungen, Team, Referenzen und Fotos. Gerade Jahreswechsel sind typische Fehlerquellen. Auf vielen Websites stehen noch „seit 2023“, alte Paketpreise oder Mitarbeiter, die längst nicht mehr im Team sind.

Prüfen Sie außerdem, ob die Startseite noch Ihr aktuelles Angebot beschreibt. Wenn Sie neue Leistungen haben, aber Google weiterhin nur die alte Leistungsseite findet, verschenken Sie Suchanfragen. Auch PDF-Preislisten, Speisekarten oder Formulare sollten ersetzt oder besser als HTML-Seiten gepflegt werden, weil sie mobil und für Suchmaschinen meist besser funktionieren.

  • Öffnungszeiten, Feiertage und Betriebsferien
  • Preise, Leistungsumfang und Paketnamen
  • Team, Ansprechpartner und Fotos
  • Referenzen, Bewertungen und Projektbeispiele
  • Downloads, PDFs, Speisekarten und Formulare

Sind Impressum, Datenschutz und Einwilligungen noch korrekt?

Rechtliche Pflichtseiten sind kein einmaliges Projekt. Die IHK München weist darauf hin, dass Impressum und Datenschutzerklärung leicht auffindbar und von jeder Seite erreichbar sein sollten; die Datenschutzerklärung ist dabei nicht einfach ein Teil des Impressums, sondern sollte eigenständig erreichbar sein. Prüfen Sie also zuerst die Links im Footer und dann den Inhalt selbst.

Wichtig sind vor allem neue Tools: ein eingebetteter Kalender, ein Newsletter-Dienst, Google Maps, YouTube, ein Chat-Widget oder ein Analyse-Skript. Wenn ein Tool Daten verarbeitet, muss es in der Datenschutzerklärung auftauchen und technisch sauber eingebunden sein. Seit dem BFSG gilt außerdem: Wer bestimmte digitale Dienstleistungen oder Shops anbietet, muss Barrierefreiheit ernsthaft prüfen; auch wenn nicht jedes Kleinstunternehmen betroffen ist, sind klare Kontraste, Tastaturbedienung und verständliche Formulare immer sinnvoll.

Wie prüft man SEO, Google und Sichtbarkeit ohne Spezialwissen?

Für einen Jahres-Check reicht ein einfacher Blick in die Google Search Console. Google stellt dort das URL-Prüftool bereit: Sie können testen, ob eine Seite indexierbar ist, welche kanonische URL Google sieht und ob Seiten in einer Sitemap bekannt sind. Besonders wichtig sind Startseite, wichtigste Leistungsseiten, Kontaktseite und neue Inhalte aus dem letzten Jahr.

Schauen Sie nicht nur auf Rankings, sondern auf Suchanfragen: Welche Begriffe bringen Impressionen, aber kaum Klicks? Dort helfen oft bessere Title und Meta-Descriptions. Prüfen Sie außerdem, ob lokale Begriffe fehlen: Branche plus Stadt, Notdienst, Termin, Angebot oder Beratung. SEO ist kein Zaubertrick, sondern regelmäßiges Nachschärfen. Für kleine Firmen kann eine monatliche SEO-Betreuung ab 69 Euro sinnvoll sein, wenn intern niemand diese Zahlen liest.

  • Search Console öffnen und Indexierungsfehler prüfen
  • Sitemap-Status ansehen
  • Title und Meta-Descriptions der wichtigsten Seiten kontrollieren
  • lokale Keywords mit Stadt oder Region ergänzen
  • alte Seiten mit neuen Leistungen verlinken

Welche Technik- und Sicherheitschecks gehören dazu?

Das BSI empfiehlt Unternehmen, eingesetzte Hard- und Software im Blick zu behalten und Sicherheitsupdates schnell einzuspielen. Für Websites heißt das: CMS, Plugins, Themes, Serverversionen, Formulare und Logins prüfen. Gerade WordPress-Seiten werden riskant, wenn seit Monaten niemand Updates installiert oder alte Plugins liegen bleiben.

Der zweite Punkt ist Backup. Ein Backup ist nur dann beruhigend, wenn es vollständig ist und auch wiederhergestellt werden kann. Prüfen Sie mindestens einmal im Jahr, ob Datenbank, Bilder, Dateien und Einstellungen gesichert werden und ob ein Restore-Test dokumentiert ist. Dazu gehören auch starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung für Admin-Zugänge. Bei bezahlbare-webseite.de ist genau dieser laufende Pflegegedanke Teil der Abo-Modelle ab 79 Euro monatlich.

Funktionieren Kontaktwege, Formulare und Conversion noch?

Der wichtigste Test ist banal: Schreiben Sie sich selbst über das Kontaktformular. Kommt die Mail an? Landet sie im Spam? Wird eine verständliche Bestätigung angezeigt? Funktionieren Telefonlinks am Handy, WhatsApp-Buttons, Online-Buchung und Routenlink zu Google Maps? Viele Firmen verlieren Anfragen nicht wegen schlechtem Design, sondern wegen kaputter Kleinigkeiten.

Prüfen Sie außerdem die Handlungsaufforderungen. Eine Seite mit vielen Besuchern, aber ohne klaren nächsten Schritt, verschenkt Potenzial. Ein guter Jahres-Check endet deshalb mit drei konkreten Verbesserungen: zum Beispiel prominentere Telefonnummer, kürzeres Formular, bessere Referenzen oder eine Buchungsfunktion. Eine Online-Buchung kann als Modul ab 149 Euro monatlich ergänzt werden, wenn Termine intern viel Telefonzeit kosten.

  • Kontaktformular absenden und Zustellung prüfen
  • Telefon-, E-Mail-, WhatsApp- und Buchungslinks testen
  • Danke-Seite oder Erfolgsnachricht kontrollieren
  • wichtigste Seiten auf klare Call-to-Actions prüfen
  • Statistik: Besucher, Quellen und Anfragen vergleichen

Wie wird aus dem Check ein einfacher Jahresplan?

Notieren Sie nicht zwanzig Baustellen, sondern ordnen Sie sie nach Risiko und Wirkung. Sofort erledigen: kaputte Kontaktwege, falsche Preise, Sicherheitsupdates, fehlendes Impressum, nicht indexierbare Hauptseiten. Danach kommen Verbesserungen, die Anfragen erhöhen: neue Leistungsseite, bessere Bilder, Kundenbewertungen, schnellere Ladezeit oder klarere Texte.

Praktisch ist ein kleiner Rhythmus: Januar großer Jahres-Check, April Inhalte und Bewertungen, Juli Technik und Sicherheit, Oktober Kampagnen und Angebote für das nächste Jahr. So wird Website-Pflege planbar. Wer dafür keine Zeit hat, sollte sie nicht einfach ignorieren, sondern bewusst abgeben. Eine Website ist heute kein Prospekt, sondern ein laufender Vertriebskanal.

Häufige Fragen

Wie oft sollte eine Website geprüft werden?

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Was ist der wichtigste Punkt im Website-Jahres-Check?

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Braucht jede Firma die Google Search Console?

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Was kostet professionelle Website-Pflege?

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Muss ich wegen BFSG meine Website sofort umbauen?

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