Ratgeber · 2026-07-04

Was kostet eine Website 2026? Ehrliche Preisübersicht für Kleinunternehmen

Sie fragen drei Anbieter nach dem Preis für eine Website und bekommen drei Antworten zwischen 500 und 15.000 Euro. Das ist frustrierend — und leider normal. Dieser Artikel erklärt, wovon der Preis wirklich abhängt, welche Folgekosten oft verschwiegen werden und welches Modell für welche Firmengröße sinnvoll ist.

Warum die Preisspannen so groß sind

Eine Website ist kein Produkt von der Stange, sondern eine Dienstleistung. Der Preis hängt vom Umfang ab: Anzahl der Seiten, individuelles Design oder Vorlage, Texterstellung, Fotos, Mehrsprachigkeit, Buchungsfunktionen oder Shop. Dazu kommt, wer die Arbeit macht — eine Agentur mit Büro und Team kalkuliert anders als ein Freelancer im Homeoffice.

Als grobe Orientierung für 2026: Eine einfache Firmenwebsite mit 5 bis 8 Seiten kostet bei einem Freelancer meist 1.500 bis 4.000 Euro, bei einer klassischen Agentur 4.000 bis 10.000 Euro. Baukästen wie Wix oder Jimdo starten bei 15 bis 40 Euro im Monat — dafür machen Sie die Arbeit selbst.

Die vier gängigen Modelle im Überblick

Für kleine Unternehmen haben sich vier Wege etabliert. Jeder hat ein anderes Verhältnis von Preis, Aufwand und Ergebnis:

  • Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace): 15–40 €/Monat. Günstig, aber Sie investieren viele eigene Stunden — und das Ergebnis sieht oft nach Vorlage aus.
  • Freelancer: 1.500–4.000 € einmalig. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, aber Wartung, Updates und Erreichbarkeit hängen an einer Person.
  • Agentur: 4.000–10.000 € einmalig und mehr. Professionell, aber für viele Kleinunternehmen überdimensioniert — plus laufende Pflegeverträge.
  • Website-Abo: ab ca. 79 €/Monat. Design, Hosting, Wartung und Support in einer Pauschale, keine hohe Anfangsinvestition.

Die versteckten Folgekosten, die kaum jemand nennt

Der Kaufpreis ist nur die halbe Wahrheit. Eine Website verursacht laufende Kosten, die im Angebot oft fehlen: Hosting (5–30 €/Monat), Domain (10–25 €/Jahr), SSL-Zertifikat, technische Updates, Sicherheits-Patches und Backups. Wer ein WordPress-Projekt für 3.000 Euro kauft und die Pflege ignoriert, hat nach zwei Jahren häufig eine langsame, angreifbare Seite.

Rechnen Sie realistisch mit 30 bis 100 Euro pro Monat an Folgekosten für Hosting und Wartung — oder mit einem Wartungsvertrag der Agentur, der schnell 80 bis 200 Euro monatlich kostet. Dazu kommen Änderungswünsche: Neue Öffnungszeiten, ein neues Teamfoto, eine zusätzliche Leistungsseite werden bei vielen Anbietern mit 80 bis 120 Euro pro Stunde abgerechnet.

Einmalzahlung oder Abo: eine ehrliche Rechnung

Vergleichen wir über drei Jahre. Freelancer-Website: 3.000 Euro Erstellung plus rund 50 Euro monatlich für Hosting und gelegentliche Pflege ergibt etwa 4.800 Euro. Agentur: 6.000 Euro plus Wartungsvertrag à 100 Euro monatlich ergibt 9.600 Euro. Website-Abo bei 79 Euro monatlich: 2.844 Euro — inklusive Design, Hosting, Wartung und Änderungen.

Das Abo-Modell ist nicht automatisch für jeden die beste Wahl. Wer eine sehr spezielle Individualentwicklung braucht oder die Website unbedingt als Eigentum bilanzieren will, fährt mit einem Kauf besser. Für die meisten Selbständigen und kleinen Firmen zählt aber etwas anderes: planbare Kosten, keine 5.000-Euro-Rechnung am Anfang und ein Ansprechpartner, der sich kümmert.

Was Zusatzfunktionen 2026 kosten

Über die Basis-Website hinaus gibt es Funktionen, die je nach Branche echten Umsatz bringen. Auch hier lohnt der Blick auf realistische Preise:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): laufend ab ca. 69–500 €/Monat, je nach Wettbewerb und Region.
  • Google-Ads-Betreuung: ab ca. 149 €/Monat zuzüglich Werbebudget.
  • Online-Shop: als Erweiterung ab ca. 249 €/Monat, als Einzelprojekt schnell 5.000–20.000 €.
  • Online-Terminbuchung: ab ca. 149 €/Monat — spart Telefonzeit und bringt Buchungen außerhalb der Öffnungszeiten.

So treffen Sie 2026 die richtige Entscheidung

Stellen Sie Anbietern drei Fragen: Was kostet die Website über drei Jahre inklusive aller Nebenkosten? Wer kümmert sich um Updates, Sicherheit und Änderungen — und was kostet das? Was passiert, wenn ich kündige oder wechseln will? Seriöse Anbieter beantworten das ohne Ausflüchte.

Misstrauisch sollten Sie werden bei Angeboten unter 500 Euro für eine „professionelle Website", bei Knebelverträgen mit 24 Monaten Mindestlaufzeit ohne klare Leistung — und bei jedem, der Ihnen Platz 1 bei Google verspricht. Das kann niemand garantieren.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Firmenwebsite 2026?

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Welche laufenden Kosten hat eine Website?

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Ist ein Homepage-Baukasten nicht viel günstiger?

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Lohnt sich eine teure Agentur-Website für Kleinunternehmen?

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Kann ich eine Abo-Website später kündigen?

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